
Ich bin im Harzvorland aufgewachsen – dort, wo Nebel über die Berge zieht und Sagen von Hexen, Riesen und geheimnisvollen Felsen erzählen.
Schon früh haben mich diese Legenden geprägt, ebenso wie die Dampfloks, die noch immer tagtäglich durch die Landschaft fahren und wirken, als hätten sie sich aus einer anderen Zeit hierher verirrt.
Diese Geschichten, die Landschaft und die Magie des Alltäglichen prägen meine Kunst bis heute.
Ich arbeite mit Kostümen, Requisiten und eigens entwickelten Effekten, um die Grenze zwischen Realität und Fantasie zu verwischen.
Wenn auch nur für einen Augenblick, soll das Inszenierte glaubwürdig erscheinen – ein Tor zu einer anderen Welt.
Meine Photographie ist das Spiel mit der Frage: Was wäre, wenn?
Was wäre, wenn Amazonen durch unsere Wälder streiften, wenn Feen oder Dryaden im Schatten der Bäume lebten?
Autodidaktisch habe ich viele Genres erlernt, später auch an der Fotoakademie Köln studiert. Heute verbinde ich diese Erfahrungen in meinen Arbeiten: Ich entwerfe Kostüme, fertige Requisiten, baue manchmal sogar eigene Effekte. All das dient nur einem Ziel – dass die Illusion für einen Augenblick real wirkt.
Meine Bilder sollen keine Dokumentation sein, sondern ein Tor in eine andere Welt: ein kurzer Blick in eine Wirklichkeit, die es nie gab und doch für einen Moment glaubwürdig erscheint.
